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Special - Köln, Panzerduell am Dom, 6. März 1945 (2) Deutsche Version
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2.) Gefecht Pershing vs. Panther

Einen Straßenzug weiter nördlich hören die dort vorrückenden US-Truppen der E Company, 32nd Armored Regiment, 3rd Armored Division vom Abschuss des Sherman in der Komödienstraße

Sie wollen einen Pershing Panzer vorschicken, um den Panther auszuschalten, der den Sherman abgeschossen hat. Dieser Panther ist in der Zwischenzeit auf eine Position an der Straßenecke Marzellenstraße / Komödienstraße vorgerückt und lauert dort den weiteren alliierten Einheiten auf.

Der lauernde Panther

Der Pershing vom Typ T26E3

 

Wie stellte sich die Situation kurz vor dem sich anbahnenden Gefecht dar ?

Die dort befindlichen amerikanischen Truppenteile der E-Company waren zuvor von Westen her u.a. über die Subbelrather Straße und Gladbacher Straße gekommen und hatten dann bereits ein Kampfgefecht an der Christophstraße.

Die sich nun in der Straße An den Dominikanern aufhaltenden Truppenteile befinden sich etwa 200 - 300 m von der Marzellenstraße entfernt, die auf den Domplatz zuführt und an deren Ende der deutsche Panzer sich nun platziert hat. Der Armee-Kameramann Jim Bates will das sich anbahnenden Panzergefecht filmisch dokumentieren. Um sich einen Überblick über das Kampfterrain zu verschaffen, geht er mit dem Kommandanten des Pershing, Sgt. Robert Early, in das sich an der Straßenkreuzung Marzellenstraße / An den Dominikanern befindliche ehemalige Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, von dem aus man einen guten Blick auf den deutschen Panzer hat.

Jim Bates erzählt später:

 
A Tank Commander named Robert Early from E Company 32nd. Armored Regiment went on foot to investigate. I asked to go along and we went on the mezzanine of a building and saw the tank. He told me to stay there and he would come back in his tank and try to put the German tank out of commission and I could photograph it. He had one of the new M-26 Pershings with a ninety-mm gun. Sgt. Early said he would turn into the square under me, stop and fire at the German tank.
Quelle: Webseite von Charles R. Corbin Jr.

Für eine Übersetzung den englischen Text mit dem Mauszeiger berühren (JS erforderlich)

 


Das Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, in welches Bates und Early gehen, um die örtlichen Gegebenheiten und den deutschen Panther zu inspizieren.

 

Die Besatzung des Panther wartet zu diesem Zeitpunkt - der mittlerweile schon einige Zeit nach dem Abschuß des Sherman liegt - die weitere Entwicklung des Geschehens ab und beobachtet die Umgebung auf Feindbewegungen.

Nachdem Early wieder zurück zu seinem Panzer gegangen ist und seine Crew informiert hat, startet der Pershing seine Mission und fährt zur Kreuzung An den Dominikanern / Marzellenstraße. Jim Bates:

 
When his tank came in the square under me the German tank began to traverse the gun.

Für eine Übersetzung den englischen Text mit dem Mauszeiger berühren (JS erforderlich)

Der Richtschütze des Pershing, Cpl. Clarence Smoyer, schildert diese Minuten so:

 
Smoyer "Gunner" Clarence Smoyer:
Shortly before our T26 "Pershing" tank destroyed the German Mark V Panther tank in the Cologne Cathedral square, the same German tank destroyed one of our Sherman tanks and killed three of its crew. When this happened, our crew was ordered to go down the adjacent street and destroy the Panther. We were told to just move into the intersection far enough to fire into the side of the enemy tank, which had its gun facing up the other street. However, as we entered the intersection, our driver had his periscope turned toward the Panther and saw their gun turning to meet us. When I turned our turret, I was looking into the Panther's gun tube; so instead of stopping to fire, our driver drove into the middle of the intersection so we wouldn't be a sitting target.
Quelle: 3rd Armored Division Website - www.3ad.com

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Die deutsche Panzerbesatzung entdeckt den aus der Straße An den Dominikanern kommenden Panzer sofort, als er aus der Deckung des dortigen zerstörten Eckhaus hervorfährt. Hören kann sie ihn vor dem Sichtkontakt vermutlich nicht, denn um kampfbereit zu sein, läuft zu dieser Zeit möglicherweise auch noch der Motor des Panther und übertönt für die Besatzung damit andere Geräusche.

Nun befinden sich beide Panzer in direktem Sichtkontakt. Der erste Schuß wird über das Schicksal des anderen Panzers entscheiden. Und über das Schicksal der 5 Soldaten und ihrer Familien.

Warum schießt die Besatzung des Panther aber nicht sofort als sie den anderen Panzer sieht ?
Möglicherweise zögert sie, weil der nun auftauchende Panzer vom Typ Pershing ein ganz neuer Panzertyp ist, der erst wenige Wochen in Europa im Einsatz ist, und sie daher nicht ganz sicher sind, was es mit diesem für sie erst einmal fremden Panzer auf sich hat. Möglicherweise will sie auch nur abwarten, bis der Pershing zum stehen kommt und rechnet nicht damit, daß dieser aus der Fahrt heraus schießen könnte. Möglicherweise können sie auch einfach nur noch nicht schießen, weil der sich in kurzer Distanz bewegende Pershing noch nicht fokussiert ist.

Jedenfalls sind dies die Sekundenbruchteile, die den Pershing zum ersten Schuß kommen lassen sollen.

 

Übersichtsbilder des Areals
 

In dieser Grafik rechts das Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, aus dessen hier sichtbarem Fenster heraus Jim Bates seine berühmten Filmaufnahmen vom Beschuß des Panther (links als blaues Rechteck gezeigt) macht und aus dem die nachfolgenden Standbilder vom Panther stammen. Der Pershing befindet sich bei dem Gefecht auf der Kreuzung vor dem Gebäude. In dem zugrundeliegenden Auszug aus einem Katasterplan sind auch noch die in diesen umgebenden Straßen vorhandenen Straßenbahnschienen eingezeichnet, die in vielen Fotos auch zu sehen sind.

Jim Bates:

 
Cpl. Clarence Smoyer the gunner, did not wait for his tank to stop but fired before the gun was aimed at him.

Für eine Übersetzung den englischen Text mit dem Mauszeiger berühren (JS erforderlich)

 

Der vorgeschickte US-Panzer vom Typ Pershing feuert an der Straßenecke An den Dominikanern / Marzellenstraße auf den deutschen Panzer. Die Entfernung zwischen beiden Panzern beträgt ca. 110 m.
Video popup:
Schuß und 3. Treffer

 
 
Ein Besatzungsmitglied flüchtet nach dem Treffer aus dem deutschen Panzer. Filmbilder des Kameramanns Jim Bates
Die erste Granate trifft den Panther im Aufbau auf der rechten Seite über den fünften Laufrollen des Fahrwerks. Sie schlägt etwa im Winkel von 30 Grad zur Lotrechten ein. Die Granate durchdringt den Motorraum und zerstört dabei auch die Kühlwasseranlage. Die Besatzung wird bei diesem Verlauf des Schusskanals nicht unmittelbar direkt getroffen. Ihr ist aber klar, daß das Fzg. mit diesem Treffer bereits verloren ist. Clarence Smoyer verwendet beim Beschuß des Panther panzerbrechende Munition, vermutlich vom Typ M77, die keinen Sprengstoff enthält sondern aus massivem Stahl besteht. Daher gibt es durch das Geschoß selbst keine Explosion im Inneren des Panther. Durch umherfliegende Splitter bzw. Flammen verursacht durch entzündete Öle, entzündetes Benzin oder das Nitro-Treibladungspulver der an Bord des Panther befindlichen Munition erleiden die Soldaten aber relativ sicher bereits erste Verletzungen.

 


Am unteren Bildrand erscheint die nächste Granate, die auf den Panzer abgefeuert wurde
 
 
Die Granate kurz vor dem Treffer

Die Granate ist eingeschlagen
 
 
Ein Besatzungsmitglied läuft davon

Und noch eine weitere Granate kommt angeflogen
 
 
Erneut ein Treffer.
Video popup:
2. und 3. Treffer
 

Der deutsche Panther steht in Flammen. Am nächsten Tag wurde nach verschiedenen Quellen ein toter Soldat im Panther gefunden
 
 
Vier Besatzungsmitglieder konnten - im Film sichtbar - aus dem Panther entkommen.
 
 
Smoyer Der Schütze des Pershing, "Gunner" Clarence Smoyer hat seine Erlebnisse am Dom vielfach beschrieben. Seine folgende abschließende Schilderung geht aber noch von der zwischenzeitlich überholten Überlieferung des Kameramanns Bates aus, daß kein deutscher Soldat das Duell überlebt hat:

Our driver drove into the middle of the intersection so we wouldn't be a sitting target. As we were moving, I fired once. Then we stopped and I fired two more shells to make sure they wouldn't fire at our side. All three of our shells penetrated, one under the gun shield and two on the side. The two side hits went completely through and out the other side.
As for the German tank crew, I spent many years wondering if they survived. Only recently, did I find the answer. A documentary film about the life of Jim Bates, the Army photographer who took the famous Cologne footage, revealed that three of the crew died outside of the tank. A letter I received from another soldier who looked through one of the shell holes said he saw one burned to death inside the tank. Apparently none of them survived the ordeal. The T26 tank was the best tank we had during the war.

Quelle: 3rd Armored Division Website - www.3ad.com

Für eine Übersetzung den englischen Text mit dem Mauszeiger berühren (JS erforderlich)

 


Die drei durch den Pershing verursachten Treffer (1), (2) und (3). Bei (4) handelt es sich um die Optik des Panther, rechts oben im kleinen Bild bei einem anderen Panther gut zu sehen - roter Pfeil. Durch die Optik scheint der Brand im Inneren. Sieht also nur wie ein Treffer aus, ist aber keiner. Treffer (2) ist auf diesem Bild nicht so gut zu sehen, da das Kanonenrohr ihn fast vollständig verdeckt
 


Auf diesem Bild aus niedrigerer Position ist der oben (2) genannte Treffer unter der Kanone besser zu sehen.
 
Der brennende Panther. Der im Gefecht zuvor getroffene Sherman Panzer steht in der (vom Panther aus) nach rechts gehenden Straße außerhalb des Blickfeldes

 

Nachdem der Panther an der Komödienstraße ausgeschaltet ist, versuchen die US-Einheiten noch weiter bis zum Rheinufer vorzudringen. Auf dem Weg dorthin leistet aber noch der dritte Deutsche Panzer unter einem Kommandanten Gottfried Widerstand. Erst nach einer weiteren Stunde kann dieser Panzer ausgeschaltet werden und dringen die US-Truppen endlich noch bis zum Rheinufer vor. Damit ist das Tagesziel erreicht.  
 
Die obige Darstellung des Duells Pershing / Panther ist nur sehr vereinfacht. Eine noch sehr viel genauere Darstellung mit insgesamt 37 Einzelbildern und insbesondere einer exakteren Beschreibung des Ausbootens der Besatzung findet sich auf meiner Seite Panzerduell Bild für Bild. Außerdem dort zu finden auch 5 digital bearbeitete Sequenzen aus dem Film in Nahaufnahme und ohne Verwacklungen.
Video popup:
Youtube Video, die gesamt Panther-Filmszene

 
 

Amerikanische Soldaten inspizieren den zerstörten deutschen Panzer
 
Der deutsche Panzer vor dem Dom
 

Vor dem zerstörten Gebäude der Filiale der Deutschen Bank in der Straße An den Dominikanern präsentiert sich nach dem Kampf die Crew des Pershing in Siegerpose. Von links nach rechts:

Asst. Driver Homer Davis
Tank Commander Robert Early
Gunner Clarence Smoyer
Driver William McVey
Asst. Gunner John Deriggi

 

Hier noch einmal eine Übersicht, wie die beteiligten US-Einheiten in die Innenstadt vordrangen.

Gelbe Linie der Weg der Sherman Panzer der Company 'F' von der Friesenstraße über die Zeughausstraße bis zur Komödienstraße. Rote Linie der Weg des in der Company 'E' befindlichen Pershing über die Gereonstraße bis zur Straße An den Dominikanern. Als blauer Punkt der Standort des deutschen Panther an der Ecke Komödienstraße / Marzellenstraße. Dieses Bild auch hier in großer Auflösung - 535 KB.
 

 
Resumee

Der Panther Panzer war einer der letzten 3 deutschen Panzer, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im linksrheinischen Köln befanden. Die anderen deutschen Einheiten hatten sich bereits auf die andere Rheinseite zurückgezogen. Bei dem sinnlosen Panzerduell sterben 3 Mitglieder der Besatzung des US-Panzers. Zunächst heißt es, 4 deutsche Crewmitglieder hätten den Tod gefunden. Nach neueren Erkenntnissen sind aber wohl 4 Personen aus dem Panzer entkommen, von denen 2 Soldaten mit Namen Bartelborth und König auf jeden Fall überlebt haben und ein weiterer im Lazarett verstorben sein soll. Die Namen der anderen deutschen Soldaten sind unbekannt. Somit die deutsche Panzerbesatzung:

Bartelborth - überlebt
König - überlebt
? stirbt im Lazarett
? tot im Panther
? ?

Smoyer ist das einzige heute noch lebende Besatzungsmitglied der beteiligten verschiedenen Panzer.

 

Was geschah in den folgenden Tagen ?

Mit dem Vorrücken der US-Truppen an den Rhein im Bereich des Doms waren die Kämpfe für den 6. März im wesentlichen abgeschlossen. Am nächsten Tag, wurden sie am frühen Morgen wieder fortgesetzt und rückten die US-Truppen in allen westlichen Stadtteilen an die linksrheinische Rheinfront vor. Plünderungen beherrschen vorübergehend das Stadtbild - die US-Truppen sind noch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt und greifen kaum ein. In der Zeitung "The Montreal Gazette" heißt es in einem Bericht vom 7. März unter der Überschrift: "Cologne Stores and Wine Shops Looted by Drunken Civilian Mob", in der zerbombten Altstadt würden weinseelige Einwohner umher torkeln. Da aber auch die Organisation der Militärpolizei noch nicht erfolgt ist, beteiligen sich auch viele amerikanische Soldaten an der Besorgung von Souvenirs und alkoholischen Getränken, die u.a. in den vielfach noch intakten Kellergewölben der zerstörten Hotels und anderer Häuser gefunden werden können. Ein Lt. Stevens aus Salt Lake City berichtet in der Zeitung, die Zustände würden ihn an Samstag Nachts in seiner Heimatstadt erinnern, wenn dort der Karneval los wäre. Er fährt fort:
"They are milling around so much in some places that you can't get a jeep through the streets. They are going crazy. They are carrying big boxes of cheeses, cases of liquor and all the clothes they can lug with them"

Am 8. März war das linksrheinische Köln dann vollständig unter amerikanischer Kontrolle und am 9. März nahm die militärische Stadtverwaltung unter dem Stadtkommandanten Lieutenant Colonel Patterson ihre Arbeit auf. Nun wurde auch die öffentliche Ordnung wieder hergestellt.
Das östlich des Rheins liegende, sog. rechtsrheinische Köln mit den Stadtteilen Mülheim, Kalk und Deutz blieb allerdings noch bis zum 13. April 1945 militärisch in deutscher Hand. Auf der linken Rheinseite waren bis zu diesem Zeitpunkt entlang des Rheinufers diverse US-Divisionen mit der Bewachung beauftragt. Der amerikanische Sektor reichte dabei von Worringen bis Wesseling. In Häusern entlang des Rheins wurden Posten eingerichtet. Größere Gefechte gab es aber, sicher auch aufgrund der großen Breite des Rheins, nicht, von Zeit zu Zeit erfolgte jedoch schon einmal Artillerie-Beschuß oder der Einsatz von Mörsern, vereinzelt setzten nachts auch schon mal kleine Patrouillen über den Rhein.
Am 13. April rückte dann von Süden her die 13th Armored Division unter Major General John B. Wogan in das rechtsrheinische Köln vor und übernahm dieses kampflos.
Nun konnte mit dem Aufbau der ersten neuen Brückenverbindung beider Rheinseiten durch eine hölzerne Brücke, die sog. General McNair Bridge begonnen werden und am 4. Mai 1945 wurde Konrad Adenauer von der amerikanischen Militärverwaltung offiziell zum ersten Kölner Bürgermeister nach dem Krieg ernannt.

 

 
FAQ - häufig gestellte Fragen

Q:  Wieso verließ der Panther den Schutz des Tunnels und fuhr
        an die Position vor, an der er dann abgeschossen wurde ?

A: Es kann nur spekuliert werden. Die Position, von der aus der Sherman abgeschossen worden war, ist den US-Truppen nun bekannt gewesen. Insofern wäre ein Stellungswechsel eine sich aufdrängende gute Entscheidung gewesen, um einem eventuellen Beschuß der alten Position zu entgehen. Rückzugsmöglichkeiten waren aber kaum gegeben, hinter dem Panther lag der Rhein, die Hohenzollernbrücke als letzte Rückzugsmöglichkeit über den Rhein war zerstört. Für eine kampfbereite Besatzung, die einen Stellungswechsel vornehmen mußte, war es somit eigentlich nur konsequent, etwas vorzurücken und im Schutz der Eckhäuser zu Beginn der Komödienstraße und damit halbwegs abgesichert in westliche Richtung zu verharren.
Zudem hatte der Panther bis dahin von seiner alten Position aus mehrere von Westen kommende Straßen beobachtet und konnte zunächst nicht wissen, durch welche Straße genau die Amerikaner nun kommen würden. Jetzt waren die Amerikaner aber über die Komödienstraße gekommen und der Panther hatte dort die ersten Kräfte attackiert und zerstört. Vermutlich war es für die Panther-Besatzung dann einfach nur folgerichtig, bei einem ohnehin notwendigen Stellungswechsel dieser konkreten Straße näher zu kommen, sich dem Feind zu stellen und ggf. dort auch weiteren Schaden anzurichten.

Q:  Wieso zeigte der Panther dem Pershing seine Breitseite ?

A: Grundsätzlich kann auch hier nur spekuliert werden. Der Panther stand ausgerichtet in die Richtung, aus der die US-Truppen kamen. Nach Westen. Möglicherweise rechnete der Panther mit weiteren US-Panzern vorrangig auf der Komödienstraße (wo sie zuvor bereits her kamen). Er mußte theoretisch aber auch nördlich und südlich von ihm auf den Dom von Westen her zulaufende Straßen mit abdecken. Diese konnte er durch diese "Mittelstellung" am besten absichern, mit gleich schneller Drehung des Turms nach links oder rechts, Nord oder Süd.
Zudem blieb ihm so auch die Möglichkeit offen, bei Auftauchen von gegnerischen Kräften nördlich und südlich von ihm durch Rückwärtsfahrt seine Position schnell zu ändern. Hätte er sich quer postiert, hätte er erst noch drehen müssen oder alternativ nur in der Schußlinie fahren können und hätte dabei dann auch noch die von Westen kommenden Straßen Komödienstraße oder Burgmauer gekreuzt. Hätte der Panther beispielsweise von seinem Standort an der Ecke Komödienstraße nur 5 Meter zurück gesetzt, hätte der Pershing ihn von der Position Marzellenstraße / An den Dominikanern erst einmal nicht mehr sehen und damit treffen können.
 
Vielleicht erwartete der Panther am Dom aus der Marzellenstraße / An den Dominikanern, wo der Pershing schließlich her kam, keine Panzer. Die Besatzungen der drei eingesetzten deutschen Panzer kannten sich in Köln vermutlich nicht gut aus. Der Panzer, der zum Güterbahnhof beordert wurde, war beispielsweise erst kurz zuvor in Köln eingetroffen und die Besatzung dort fremd. Vielleicht hoffte der Panther am Dom auch, diese nördliche Seite sei von diesem anderen deutschen Panzer abgesichert, der genau dort hergefahren sein mußte, um in Richtung Güterbahnhof zu kommen. Oder er ging vielleicht auch davon aus, daß der dritte deutsche Panzer, der sich ja noch in diesem Bereich Dom/Bahnhof aufhalten sollte, diese Seite absichern würde.
 
Verschiedentlich wird auch die Theorie vertreten, der Panther habe aus Spritmangel nicht mehr seine Position ändern können. Nun, es mag sein, daß der Panther zuvor seinen Motor dauerhaft laufen ließ, um im Falle des Falles sowohl den Standort wechseln zu können als auch mit Motorunterstützung die Kanone schneller drehen zu können und der Sprit irgendwann vor dem Duell mit dem Pershing zur Neige ging bzw. ausgegangen war. Für eine Drehung erst bei Auftauchen des Pershing wäre aber auch mit Sprit keine Zeit mehr verblieben und die Zeit davor war offensichtlich die oben näher beschriebene taktische Ausgangsituation dafür entscheidend, daß der Panther sich nicht gedreht hatte. Die Frage, ob Spritmangel oder nicht, wäre also letztlich für die Position in der konkreten Situation nur von untergeordneter Relevanz gewesen.

Q:  Wieso schoß der Pershing weiter, obwohl die Besatzung des Panthers bereits ausbootete ?

A:  Clarence Smoyer, der Schütze aus dem Pershing hat es so formuliert:
 
"First of all, my view was not anything like what the view in the film that Bates shot. I was down on street level. I was dealing with visibility limited by dust and smoke after the first shot. What I could see was the muzzle of the German gun aimed right at us and what I knew was that all it all that was needed was for one of those German tank crew members to have survived and to have pulled the trigger. So I wasn't going to stop after one shot.
Also, during my sighting and firings, I was completely unaware of crew members bailing out and running away. I was unaware of bodies through my gun-sight. The smoke and my low angle contributed to that. Of course, it was years later, when I first saw the Bates film that I realized what the German crew went through and that it was possible that several had survived."

Quelle: 3ad.com

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  Übersichtsbilder des Areals
  Einige Bilder aus dem Inneren eines Panther
zeigen, wie eng es in dem Panzer war

NEU: Video
Video Battle for Cologne - tank duel
Youtube Video, eine von mir erstellte etwa 10-minütige Video-Darstellung und -Analyse des Panzerduells. Sowohl des Gefechts Panther - Sherman als auch des Gefechts Pershing - Sherman. Ein Abschnitt ist eine stabilisierte Videofassung der Original-Filmszenen, kleinere Bild-Verwacklungen wurden eliminiert. Kommentierungen sind in englischer Sprache.
 
NEU: Panzerduell Stadtrundgang
Wer Lust und Laune hat, sich die Originalschauplätze in Köln einmal vor Ort anzuschauen, kann sich den Vorschlag eines speziellen Stadtrundgang Panzerduell mit Bildern und Stadtplan anschauen und diesen mit auf eine Tour rund um das Panzerduell mitnehmen. Dank vieler Bilder ist diese Seite aber sicher auch ohne geplanten Besuch interessant.

 
Weitere Weblinks zum Thema:

Generelle Links:
Google/LIFE Foto: Sherman und brennender Panther (Silk)
Google/LIFE Foto: Ort des Sherman im Karneval 1949
Corbis Foto: Panther und Dom
Corbis Foto: Sherman vor dem Treffer (Ramage)
LIFE Foto: Sherman nach Treffer (Ramage)
3AD Seite zu diesem Panzerduell (mit z.T. falschen Beschreibungen)
Youtube Video, 3AD während der Eroberung Kölns
Bates interview mit Filmsequenzen
Smoyer interview, History channel
Smoyer Memoiren auf 3ad.com
Noch einmal Einmarsch, Panzerduell
1000 Bomber Angriff 30./31. Mai 1942
Combat Mission scenario "Duel in Cologne"

Und eine russische seite zum Panzerduell:

 

sightwalk - Panorama-Bilder der Kampforte in der Gegenwart
Heutiges Sozialgericht A.d.Dominikanern - damals Bates Standort
Standort des Panther Panzers Ecke Komödienstraße
Standort des Sherman Panzers
 
Die beteiligten Panzer
Panzerkampfwagen V "Panther"M26 Pershing M4 Sherman

Banner
Für eine eventuelle Verlinkung auf diese Seite kann gerne der obige Banner genutzt werden. Eine Zip-Datei mit dem Banner gibt es hier.

???Special Interest:
Alles nur eine Fälschung ?
Im Frühjahr 2008 veröffentlicht der Kölner Journalist Hermann Rheindorf eine Dokumentation mit Namen "Köln 1945 Nahaufnahmen" über die letzten Kriegstage in Köln. In der Dokumentation stellt er u.a. auch die Behauptung auf, das Panzerduell habe nie so stattgefunden, wie es in den Filmaufnahmen der amerikanischen Kameraleute Bates und Rosenberg gezeigt werde. Er nennt es "die bittere Wahrheit" über das Panzerduell. Er führt mehrere Indizien bzw. Beweise auf, die das untermauern sollen. Diese Behauptungen pushen die Dokumentation in den Fokus der regionalen Presse.

Kölner Stadt-Anzeiger Online
Sind diese Behauptungen nun nur ein Marketing-Gag oder tatsächlich die Wahrheit ? Ich habe mich intensiv mit der Dokumentation von Rheindorf beschäftigt und seine Argumente genauer betrachtet.
Meine Meinung: Rheindorf hat nachweisen wollen, daß das Panzerduell nicht so stattgefunden hat und hat sich die vorhandenen Zeitdokumente so zurecht gedeutet und ausgelegt, daß sie seine Thesen stützen.

Die vorgestellten "Beweise" von Rheindorf auf der DVD erweisen sich aber bei genauerer Betrachtung als falsch oder nicht stichhaltig, Beweismittel werden zudem von ihm unrichtig wiedergegeben. Die angebliche "bittere Wahrheit" ist letztendlich nur Rheindorfs von ihm kommerziell besser ausschlachtbare eigene Wahrheit aber nicht die objektive Wahrheit.

Auf den hier folgenden Seiten stelle ich das ausführlich dar: war das Panzerduell nur ein Fake der Amerikaner ?

Ebenfalls aus dem Hause Rheindorf stammt die Theorie, daß die Alliierten beim letzten Luftangriff auf Köln am 2. März 1945 den Kölner Dom gezielt zerstören wollten. Mit dieser Theorie beschäftige ich mich auf der Seite "Wollten die Alliierten den Kölner Dom zerstören ?"

Köln im Krieg - Gesamtübersicht aller Seiten
Hauptseiten Panzerduell
Startseite
Das Panzerduell am Dom
Detailseite
Das Ende des Panther
Örtlichkeiten
Übersicht des Kampfortes
Stadtrundgang
Rundgang am Ort des Geschehens
Nebenseiten Panzerduell
Bilder
Ansichten eines Panther Panzers
Bates-Film
Der unsichtbare Schnitt
Bates-Film
Das ominöse Fahrrad
Panther am Dom
Die Fluchtwege der Besatzung
Spezialseiten zu Rheindorf-Theorien
Hauptseite
Panzerduell ein Fake ?
Hauptseite
Inhaltsverzeichnis zur Hauptseite
Kabel-Theorie
Die Straßenbahn-Oberleitungen
Kabel-Theorie
Kurzfassung
Trojanischer Panzer
Panther am Dom getäuscht ?
Entspannter Soldat
Pershing-Schuß nachgestellt ?
Sherman Treffer
Berühmtes Foto ein Fake ?
Bates-Film
Pershing-Schuß nicht sichtbar
Garrell-Film
Kämpfe am Römerturm nachgestellt ?
2. März 45
Wollten die Alliierten Dom zerstören ?
Katharina Esser
Ihre Leichenteile auf der Straße ?
Nach Panzerduell
Weitere Gefechte am Dom ?
Sonstige Seiten
Special
Webseite zu John J Gialluca,
Corporal Gunner im Sherman
Special
Webseite zu Paul B. Davis,
Crewmitglied B-24 "Wazzel Dazzel"
Hauptseiten Köln
Köln im Krieg
Fotoalbum
Köln
Köln-Startseite

  Diese Seite gibt es auch als panzerduell.de
 

Bilder auf dieser Seite von:
The U.S. Army 3rd Armored Division History Website
Albemarle Charlottesville Historical Society
The Third Armored Spearhead Division Website
Kevin "The Rocketeer" Trotman
Film "Allies Drive Across Rhine To Victory" der Universal Studios
Standbilder aus dem Originalfilm von Bates und Rosenmann stammen
auch aus der Fassung des Originalfilms auf der
DVD "1945 - Kriegsende in Köln" von Hermann Rheindorf.

 

Panzerduell
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Special 3
Panzerduell Bild für Bild

Druckversion Panzerduell am Dom

 

 
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